Am 14. April ist ab 19:00 Uhr Schülerakademie, eine Veranstaltung des Bildungszentrums Schloss Wendgräben der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Thema "Demokratie und Menschenrechte in der arabischen Welt" mit dem Nahost-Experten Claus Herbst.
Vorschau
Tunesien, Ägypten, Jemen, Jordanien AEUR¦
In mehreren arabischen Staaten gingen Anfang des Jahres 2011 die Bürger auf die Straße, um gegen die verkrusteten Strukturen in ihren Ländern zu demonstrieren. Oftmals handelt es sich bei diesen politischen Systemen um
diktatorische Regimes, deren Herrscher teilweise seit mehreren Jahrzehnten an der Macht sind. Einerseits standen sie jahrelang als Garanten für eine gewisse Stabilität, bekämpften auch den islamistischen Terrorismus, andererseits unterdrückten sie oppositionelle Kräfte.
In der "arabischen Welt" kam es zu Massendemonstrationen sowie zu blutigen Unruhen mit Todesopfern. In Tunesien führte dies zur Entmachtung des langjährigen Herrschers Zine el-Abidine Ben Ali, in Ägypten und den Nachbarstaaten wird zäh um eine Demokratisierung gerungen.
Was sind die Hintergründe der Erhebungen und die Ziele der Demonstranten?
Welchen Einfluss haben Europa, die USA und die UNO?
Welche Bedeutung kommt den islamischen Fundamentalisten in der Bewegung zu, etwa den ägyptischen AEUR?MuslimbrüdernAEURoe?
Und vor allem: Welche Chance besteht auf eine nachhaltige Demokratisierung der arabischen Staaten?
Zur Person: Claus Herbst
geb. 1937, war bis zum Ende seiner Dienstzeit Oberst der Luftwaffe und Dozent am Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr. Dort befasste er sich mitFragen der Sicherheitspolitik und Konfliktforschung.
Seit vierzig Jahren beschäftigt sich Herbst intensiv mit den Krisenherden im Nahen und Mittleren Osten. Er hält sich die Hälfte des Jahres in arabischen Ländern und Ländern des Maghreb auf und forscht über die aktuellen Entwicklungen in jenen Regionen sowie über die Auswirkungen auf Deutschland.