27.04.12

KABItäne – 12 Jahre Irrfahrt

Von: Laura Behrendt und Eva Köhler

Die "KABItäne" verlassen das Schiff

Käpt’n Blaubär, Captain Jack Sparrow oder Käpt’n Iglo – diese Kapitäne kennt wohl jeder. Inspiriert von diesem Motiv gestaltete der Abiturjahrgang 2012 am 27. April seinen letzten Schultag unter dem Motto „KABItäne – 12 Jahre Irrfahrt“. Für die Vorbereitungen und die Dekoration wurden keine Kosten und Mühen gespart, so dass die Zuschauer des Programms eine äußerst maritime Bühne und eine täuschend echte Schiffskulisse erwartete.

Im Mittelpunkt des Programms standen die vier Tutoren des  Abschlussjahrgangs Frau Hätsch, Frau Rennert, Herr Jakubzik und Frau Sonnabend, die sich als echte Seemänner bzw. –frauen in verschiedenen Disziplinen beweisen mussten.

Begonnen hat das Programm mit einer Schatzsuche, die die Tutoren über das gesamte Schulgelände in die Turnhalle führte, wo die eigentliche Show anfing. Wie es sich für echte Seemänner gehört, wurden die Lehrer auf die Namen „Käpt’n Hotte Hü“, „Die eiserne Lady“, „Graf Zahl“, und „Captain Sunshine“ getauft.

Das nautische Wissen der Tutoren wurde bei einem KABItänsquiz auf eine harte Probe gestellt, für jede falsche Antwort gab es einen Schritt auf der Planke, über die der Verlierer zum Schluss ins Wasser gehen musste. Auch Dynamik, Beweglichkeit und Gleichgewichtssinn sind Eigenschaften, die einen echten Seemann auszeichnen. Deswegen mussten diese Fertigkeiten bei verschiedenen Staffelspielen trainiert werden. Deren Ziel war es, einen Schüler, der einen Papagei darstellte, mit Keksen zu versorgen. Und wieder gab es für den Letzten Schritte auf der Planke. Um sicher zu gehen, dass die Tutoren auch wissen, wie man ein Schiff fachgemäß vertäut, wurde ihre Fingerfertigkeit im Knoten lösen überprüft. Um das Wissen der Tutoren über die eigene Crew zu testen, wurde Seemannsgarn gesponnen, sprich Lügengeschichten à la Käpt’n Blaubär erzählt. Die Tutoren hatten nun die Aufgabe zu entscheiden, ob die scheinbar unglaublichen Fakten, die sie über ihre Schüler zu hören bekamen, wahr oder falsch waren.

Danach ging es ans Eingemachte: die Schritte wurden gezählt und die Lehrer wurden über die Planke geschickt. Dabei blieb nicht mal die strahlende Siegerin der Wettkämpfe trocken. Die Highlights des Programms waren wie jedes Jahr die Laudatien auf die Tutoren und die Überreichung der nicht ganz ernst gemeinten Abschiedsgeschenke.

Wie es sich für eine echte Schiffscrew gehört, wurde nach dem Programm im Rekordtempo aufgeräumt. Danach ging es hinüber ins Haus II, wo wir von den kleineren Klassen schon sehnsüchtig erwartet wurden. Haare wurden besprüht, Gesichter bemalt und Tafeln beschrieben. Die Lehrer nahmen die kurze Störung des Unterrichts zumeist mit Humor.

Anschließend ging es zur Burg Freckleben, wo der letzte Schultag bei wunderschönem Wetter und Gegrilltem ausklang.

Der letzte Schultag war ein voller Erfolg. Für das Programm erhielten wir zahlreiche gute Kritiken, unter anderem von der Abi-Team-Chefin Frau Sonnabend selbst: "Ich mache das ja eigentlich nie, aber ich möchte mich bei dem Abi-Team bedanken, was alles immer super und ohne zu murren organisiert hat." Auch der Ausflug nach Freckleben hat sich nach anfänglicher Skepsis als äußerst gute Idee herausgestellt

150 EUR für den Verein der Burg Freckleben

Franziska Schaarf, Franziska Ebers und Laura Behrendt bedanken sich beim Verein der Burg Freckleben für den sehr schön gestalteten letzten Schultag und überreichten einen Scheck über 150 EUR für die weitere Gestaltung der Burg im Namen des Abiturjahrganges 2012.

Mottowoche des Abiturjahrgangs 2012

Um sich gebührend auf den letzten Schultag einzustimmen, veranstaltete der Abiturjahrgang vom 23. bis 26. April wie jedes Jahr eine Mottowoche. Die Motti wurden sorgfältig diskutiert und ausgewählt, so dass sich das Abi-Team zum Schluss auf die Themen „Erster Schultag“, „Internationaler Tag“ „Pyjamaparty“ und „Goldies- 50-jähriges Abitur“ einigte.

Am Montag versetzten sich die Abiturienten in die unbeschwerte und fröhliche Zeit der Einschulung und des ersten Schultages zurück. Dafür wurde in den Kellern und auf den Dachböden nach Zuckertüten, Schulranzen und co. gesucht, um so authentisch wie möglich zu wirken. Und wirklich: aus 74 Abiturienten wurden wieder 74 Erstklässler.

Am Dienstag wurde das Motto „Internationaler Tag“ umgesetzt. Der Großteil der Schüler beschränkte sich bei der Kostümierung auf europäische Länder. Dabei waren Frankreich und Irland besonders beliebt. Allerdings konnte man in der Schule auch Mexikaner und Araber begrüßen. Es war ein multikultureller Tag, wie er sich für eine Europaschule gehört.

Nach wochenlanger Abiturvorbereitung braucht selbst der belastbarste Abiturient eine kleine Auszeit. Wie ließe sich das besser umsetzen als im Schlafanzug? So wurde der Mittwoch zu einer großen Pyjamaparty. Besonders beliebt waren dabei Nightshirts oder zu deutsch Nachthemden bei den Herren der Schöpfung. In dieser Kostümierung wurde dann auch am Nachmittag die Tanzstunde bestritten.

Wurde am Montag eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht, so wagten die Zwölftklässler am Donnerstag einen Blick in die Zukunft. Ausgestattet mit diversen Gehhilfen, Brillen, grauen Haaren und Falten im Gesicht wurde das 50-jährige Abitur gefeiert und 74 Rentner eroberten und verstopften mit ihrer übertrieben langsamen Fortbewegungsart die Schule.